Berufsunfähigkeitsschutz als Ergänzung zu anderen Versicherungen einsetzen?

Die Vorzüge einer Berufsunfähigkeitsversicherung liegen klar auf der Hand: scheidet ein Arbeitnehmer krankheitsbedingt vorzeitig aus dem Berufsleben aus, kann er mit einer monatlichen Berufsunfähigkeitsrente rechnen, sofern er privat abgesichert ist.

Denn der gesetzliche Schutz reicht bei weitem nicht aus, die finanziellen Versorgungslücken zu schließen, wenn der monatliche Verdienst ausfällt.

 

Oftmals wird eine Berufsunfähigkeitsversicherung als Ergänzungsschutz zu einer Lebensversicherung angeboten.

Jedoch sollte man sich vor einem Vertragsabschluss die Frage stellen, ob dies auch wirklich sinnvoll ist.

Viele Experten beantworten die Frage danach mit einem klaren Nein. Der Grund dafür ist, dass eine solche Kombiversicherung sich teurer gestalten kann, als getrennt abgeschlossene Verträge. Um die monatlich zu leistenden Prämien niedriger zu gestalten werden oftmals Abstriche am Berufsunfähigkeitsschutz vorgenommen.

Somit läuft der Versicherte Gefahr, im Ernstfall eine zu niedrig bemessene Berufsunfähigkeitsrente beziehen zu müssen und stößt somit auf Versorgungslücken.

Zu den weiteren negativen Einschränkungen einer Kombination aus unterschiedlichen Versicherungsverträgen gehört auch, dass eine zu kurze Vertragszeit zu Lasten der Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen wird. Im Einzelfall kann dies bedeuten, dass der finanzielle Schutz im Falle einer Berufsunfähigkeit bereits mit 50 oder 55 Jahren endet.

Laufzeiten dieser Größenordnung bergen jedoch das Risiko, gerade in einem Lebensalter, dass viele zum vorzeitigen Ausstieg aus dem Berufsleben zwingt, keinen ausreichenden Schutz mehr bieten zu können. Wer dann berufsunfähig wird, steht oftmals vor dem finanziellen Ruin.

Statistiken belegen zudem, dass bereits jeder Vierte vor dem Ruhestand krankheitsbedingt ausscheiden muss.

Verstärkt zwingen schwere oder auch schleichende Erkrankungen wie Tumorleiden, Herz- Kreislauferkrankungen und verstärkt auch psychische Probleme den Arbeitnehmer zum endgültigen Aus.

Zu dem empfehlenswerten Alternativen einer optimalen Absicherung auch für die Angehörigen gehört, auf eine Kapitallebensversicherung zu verzichten und statt dessen eine günstigere Risikolebensversicherung abzuschließen, die für einen finanziellen Schutz der Familie im Todesfall des Versicherten sorgt. Die somit eingesparten Monatsbeträge sollten dann besser in eine Berufsunfähigkeitsversicherung fließen, um sich vor den finanziellen Folgen des Erwerbsverlustes zu wappnen, der zwangsläufig auf den Arbeitnehmer zukommt.

Versicherungsvergleiche können dazu beitragen, von den günstigsten Konditionen unterschiedlicher Versicherer zu profitieren.

 
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